和尚打伞 ——〈无发无天〉无法无天

Héshang dǎsǎn ––– <wú fà wú tiān> wú fǎ wú tiān

Deutsch: Ein buddhistischer Mönch mit Schirm —— <[hat] kein Haar und [sieht] keinen Himmel>
(chéngyǔ) irdischen und himmlischen Gesetzen trotzen; gesetzlos

Das Bild im A-Teil hat hier keine metaphorische Funktion. Es dient lediglich als Aufhänger für ein witziges Wortspiel, das auf der Homiophonie (Quasi-Homophonie) von Haar (chin. fà) und Gesetz (chin. ebenfalls fǎ) beruht. Ein buddhistischer Mönche hat ein kahlgeschorenes Haupt, der Schirm nimmt ihm die Sicht auf den Himmel.

Das Tetragramm 无法无天 bedeutet, dass etw./jmd. irdischen und himmlischen Gesetzen trotzt.


English: A monk opening an umbrella –– (lit) without hair, without sky; (pun/coll) having [regard for] neither [earthly] law nor heaven[ly] principle (Rohsenow 1991: 81)


Français: La bonze tient un parapluie –– li n´a ni cheveu (loi) ni ciel
sans foi ni loi (Doan 2003: 89)